Coaching ist heute in Deutschland ein eigenständiger Berufsstand, der sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Die Idee kommt aus dem Sport, in Deutschland haben viele Coachs ihre Wurzeln in den psychosozialen Berufsgruppen. Zu den psychosozialen Disziplinen sind andere „Herkunftswissenschaften“ hinzugekommen, die auf humanistischen Grundlagen und humanistischer Bildung beruhen und die über qualifizierende Zusatzausbildungen bestimmte Coaching-Schwerpunkte ermöglichen, z.B. Business- & Management- Coach. Der professionelle Berufsstand des Coachs ist gekennzeichnet durch eine Multi-Professionalität, die sich aus unterschiedlichsten akademischen Herkunftsberufen plus Zusatzausbildungen zum professionellen Coach zusammensetzt.
Die European Coaching Association verfügt über eigenes ECA Berufsbild und ECA Honorar-Richtlinien. Die Autor/innen dieses Aufsatzes haben – in z.T. über 30jähriger Coaching-Praxis in vielen tausenden Gesprächen mit Klienten/Klientinnen (Einzel-Personen, Teams, Familien, Paare) die Erfahrung gemacht, dass auch Sitzungen, die ohne schriftliche Vereinbarung stattfinden, von Klienten / Unternehmen selbstverständlich bezahlt werden. Die Motivation, eine bereits empfangene Dienstleistung zu honorieren, ist höchstens eine Frage der Loyalität, Integrität und Ethik des Klienten bzw. der Klientin.
Über die Mündlichkeit und die Schriftlichkeit von Coachingvereinbarungen
5. Dezember 2020 / by Christel Juchniewicz / in Fachartikel
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